Prinzipien

Prinzipien

Es gibt ein großes Spektrum an Studentenverbindungen in Deutschland. Doch was unterscheidet die Corps von den anderen? Welche Philosophie, welche Prinzipien und Ziele verfolgen sie?


Corps sind farbentragende und schlagende Studentenverbindungen die, entgegen anderer Arten von Verbindungen, dem Toleranzprinzip verpflichtet sind: Toleranzprinzip heißt, dass wir unsere Mitglieder unabhängig von Konfession, Ethnie oder akademischer Prägung bei uns aufnehmen. Dieses Toleranzprinzip schätzen und leben wir besonders.

Außerdem sind Corps unpolitisch, d.h. das Corps bevormundet Mitglieder nicht in parteipolitischen Angelegenheiten. Solange die Meinungen nicht ins eine oder andere Extrem gehen und der demokratischen Grundordnung nicht entgegenlaufen ist bei uns jeder Willkommen.

 

Lebensbund

Bei so ziemlich allen Studentenverbindungen gibt es das Prinzip des Lebensbunds. Grundlage der Corps ist die aufrichtige, generationenübergreifende Freundschaft auf Lebenszeit in einer selbst gestalteten, demokratisch strukturierten Gemeinschaft. Damit der Bund auf Lebenszeit realisierbar wird, muss der endgültigen Mitgliedschaft eine gegenseitige Probezeit vorgeschaltet sein, in der sich das neue Mitglied, der „Fuchs“, bewähren muss. Die Mitglieder eines Corps sehen ihre Gemeinschaft als „Bruderbund“ und bezeichnen sich untereinander als „Corpsbrüder“. Corpsbrüder reden sich gegenseitig mit „Du“ an, unabhängig von Alter und Lebensstellung.

 

Toleranz

In der Corps-Gemeinschaft gelten unbedingte Toleranz als gegenüber der Meinung des anderen und politische, religiöse und wissenschaftliche Gedankenfreiheit, soweit diese mit ethischen Grundregeln vereinbar sind. Dies ist eines unserer wichtigsten Prinzipien ist nur den Corps eigen. Herkunft, Nationalität, Konfession oder politische Couleur sind bei uns irrelevant.

 

Demokratie

Die Entscheidungsstrukturen in einem Corps sind unabhängig von äußeren Einflüssen wie Staat, Behörden, Parteien, religiösen Institutionen und Universitätseinrichtungen. Es zählt die mehrheitliche Entscheidung der Mitglieder in den dafür zuständigen Gremien, den „Conventen“. Jeder Stimmberechtigte ist verpflichtet, sich eine Meinung zu den relevanten Themen zu bilden, diese Meinung zu äußern und zu vertreten. Das gilt besonders für die jungen Mitglieder, die ihre studentischen Angelegenheiten im „Corpsburschen-Convent (CC)“ regeln, in dem die Alten Herren nur beratende Stimme haben.

 

 

Mensur

Die Mensur, also das studentische Fechten, ist ein wesentlicher Bestandteil der corpsstudentischen Kultur. Dieser Bewährungsprobe muss sich jeder unterziehen, der in ein Corps aufgenommen werden möchte. Diese Form der Charakterfestigung und Persönlichkeitsbildung halten die Corps für unverzichtbar. Mehr über die akademische Mensur erfährst du hier.